Was Sie zur Vorbereitung von 3D Drucken wissen sollten

In diesem Artikel informieren wir Sie darüber, welche Schritte vor dem eigentlichen 3D Druck für Sie von Bedeutung sein können. Sie erfahren also wie Sie sich optimal vorbereiten, wenn Sie ein 3D Modell konstruieren und drucken lassen möchten.

Dateien richtig für den 3D Druck konstruieren

Falls Sie Ihr Bauteil nicht anhand einer bereits existierenden Vorlage scannen, sondern selbst konstruieren möchten, so gilt es, insbesondere folgende 5 Punkte zu beachten:

  1. Materialeigenschaften

  2. 3D Druckverfahren

  3. Wandstärken

  4. Dateiformate

  5. CAD-Programme

Tipp 1: Die Materialeigenschaften bei der Konstruktion beachten

Zuerst sollten Sie bedenken, dass das gewählte Material und dessen Verarbeitungseigenschaft selbstverständlich den Rahmen der Machbarkeit vorgibt. Je nachdem, ob der gewünschte Werkstoff weich oder hart, fest oder gummiartig, rau oder glatt ist, ergeben sich Vorgaben der Umsetzung, welche Sie bereits bei der 3D Konstruktion beachten sollten.

Tipp 2: Die Eigenheiten des 3D Druckverfahrens insbesondere in Bezug auf Genauigkeit und Toleranzen beachten

Nicht nur jedes Material, sondern insbesondere auch jedes 3D Druckverfahren hat seine individuellen Eigenschaften, die es bei der 3D Konstruktion zu beachten gilt. Entscheidend sind hierbei vor allem die mit dem Verfahren einhergehenden Genauigkeit und die Toleranzen welche mit einberechnet werden sollten.

Tipp 3: Auf minimale Wandstärken achten

In unmittelbarer Abhängigkeit von Punkt 1 und Punkt 2 ist es zudem wichtig, bei der 3D Konstruktion die jeweils machbaren Wandstärken zu beachten. So erlaubt etwa der Metall 3D Druck im Selektiven Laserschmelzen Wandstärken bis zu 0,3 mm, während im FDB Druck mit PMMA oder Quarzsand mindestens 2 mm erforderlich sind.

Tipp 4: 3D Druck Dateiformate beachten

Auch die Erfordernisse der jeweiligen 3D Dateiformate gilt es bei der 3D Konstruktion zu beachten. So können zu kleine Dateien im STL-Format das Problem nach sich ziehen, dass die Oberfläche beim Drucken zu rau und ungenau gerät. PS: Hier finden Sie eine Übersicht der akzeptieren 3D Druck Dateiformate bei Jellypipe

Tipp 5: CAD-Programme beachten

Das gleiche wie für die Dateiformate gilt selbstverständlich auch für die CAD-Programme. Auch diese ziehen ihre speziellen Eigenheiten und natürlich auch Fehlerquellen nach sich.

Als Beispiel sei an dieser Stelle das Einsteiger-Programm Tinkercad genannt, mit dem es schwierig sein dürfte, hohle Wände zu konstruieren.

3D Scannen

Anders liegt der Fall, wenn das gewünschte Bauteil nicht erst anhand von Daten konstruiert, sondern als Replikation oder Ersatzteil eines bereits vorhandenen entstehen soll. In diesem Fall bietet das Scannen des Bauteils eine Möglichkeit, die zum 3D Drucken notwendigen Dateien zu gewinnen. Mittels Laserstrahl und Streifenlichtscanner erfolgt dabei eine berührungslose Vermessung des Werkstücks.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, druckbare 3D Dateien direkt aus einem Foto zu gewinnen. Hierbei handelt es sich allerdings um ein weitaus aufwändigeres und daher kostspieligeres Verfahren der 3D Dateien-Gewinnung.


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