ALUMIDE – Die Hochzeit von Metall und Kunststoff

Als ein besonders spannendes Material für den 3D Druck möchten wir Ihnen heute ALUMIDE vorstellen. Dieses, im Selektiven Lasersintern zu verarbeitende Material, hat es nämlich in sich. So vereinigt ALUMIDE die Vorteile von Metall mit denjenigen von Kunststoff und lässt sich zudem in einem weit verbreiteten additiven Verfahren drucken.

Was ist ALUMIDE eigentlich genau?

ALUMIDE ist eine spezielle Mischung aus Polyamid(PA)- und Metallpulver. Genauer gesagt besteht ALUMIDE größtenteils aus PA12, dem ein geringer Anteil an Aluminium-Pulver (daher der Name) beigemischt wird. Gerade diese Beimischung verschafft ALUMIDE sein spezifisches, metallisch-graues Aussehen.

Eigenschaften von ALUMIDE

Dank seiner besonderen Mischung beeindruckt ALUMIDE durch eine hohe Festigkeit und Steifigkeit. Dabei ist dieses Material leicht porös und ein wenig spröder als reines Polyamid. ALUMIDE ist temperaturbeständig bei bis zu 130°C und, abhängig vom Grad der Verarbeitung, bei bis zu 144°C bis 175°C wärmeformbeständig. Durch das Aluminium in der Mischung weist ALUMIDE eine matte, metallisch anmutende Oberfläche von subtilem Glanz.

Darüber hinaus punktet ALUMIDE auch durch seine guten Nachbearbeitungsmöglichkeiten. Genau wie gängiges Polyamid ist auch ALUMIDE ein ideales Material für Anfänger, deren Ziel es ist, ein preisgünstiges Modell bei großer Gestaltungsfreiheit zu fertigen, ohne sich dabei um etwaige Einschränkungen des Druckprozesses kümmern zu müssen.

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Anwendungsmöglichkeiten – wofür ALUMIDE sich eignet

Überall dort, wo es darauf ankommt, die typischen Eigenschaften von Polyamid mit einer metallischen Optik zu verbinden, bietet sich der Einsatz von ALUMIDE an. Dies gilt erst recht für diejenigen Fälle, in denen die Modelle etwas mehr Steifigkeit benötigen als mit reinem Polyamid möglich wäre.

So findet ALUMIDE insbesondere für komplexe Modelle, kleine Bauteilserien, Prototypen oder Funktionsmodelle Verwendung, sofern diese die oben genannten Ansprüche erfüllen sollen.

Als typischer Use Case für den Einsatz von ALUMIDE sei an dieser Stelle die Fertigung von steifen, metallisch anmutenden Bauteilen im Automobilbau genannt, etwa für Windkanaltests. Darüber hinaus eignet sich ALUMIDE sehr gut für Werkzeugeinsätze zum Spritzen und Giessen von Kleinserien, etwa für Anschauungsmodelle, welche mit einer besonderen metallischen Optik punkten sollen. Als weiteres, technisches Einsatzgebiet für ALUMIDE sei der Lehren- und Vorrichtungsbau genannt. Auch für Gehäuse, Handbohrer, Einlegesohlen, Greifer, Griffe oder Dichtungen findet dieses spannende Material Verwendung.

ALUMIDE ist jedoch nicht bloß ein Material für die industrielle Fertigung. Ebenso gut lässt es sich nämlich auch für Schmuck, so wie für diverse Gadgets verwenden.

 

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ÜBERSICHT DER VERSCHIEDENEN 3D DRUCK MATERIALIEN

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