Was verbirgt sich hinter dem 3D Druckverfahren Daylight Polymer Printing?

Wer sich mit dem Thema 3D Druck befasst, der denkt dabei zunächst vor allem an die verbreiteten additiven Verfahren, wie Stereolithografie, FDM-Druck oder Selektives Lasersintern. Neben diesen „Klassiker“ wurden im Lauf der vergangenen Jahrzehnte jedoch noch einige weitere, bislang weniger bekannte 3D Druckverfahren entwickelt. Eines davon, das Daylight Polymer Printing, möchten wir Ihnen heute etwas genauer vorstellen.

Wie genau funktioniert Daylight Polymer Printing?

Anders als die meisten 3D Druck-Technologien verwendet das Daylight Polymer Printing weder einen Laserstrahl, noch UV-Licht, noch einen Extruder, um das Ausgangsmaterial zu schmelzen und daraus Modelle zu formen (beziehungsweise zu erhärten).

Stattdessen nutzt diese additive Technologie das Licht von LCD-Bildschirmen, um Bauteile durch das schichtweise Aushärten eines Photopolymer-Harzes aufzubauen. Im Kern funktioniert das Daylight Polymer Printing also ganz ähnlich wie die Stereolithografie, nur mit dem Unterschied, dass eine andere Energiequelle Verwendung findet. Konkret nutzten die nach diesem Verfahren arbeitenden 3D Drucker normalerweise die LCD-Bildschirme von Mobiltelefonen, Tablets und Fernsehgeräten. Wegen der einfachen Verfügbarkeit dieser Geräte lässt sich die Fertigung im Daylight Polymer Printing, verglichen mit der Stereolithografie oder auch dem Digital Light Printing (DLP), deutlich günstiger anbieten, dabei dennoch zur gleichen Qualität.

Wer bietet Daylight Polymer Printing an?

Entwickelt wurde das Daily Polymer Printing vom britischen 3D-Druck-Anbieter Photocentric, dem bislang einzigen Anbieter dieser Technologie.

Zur Geschichte dieser Technologie

Im Jahr 2002 ursprünglich gegründet, um patentierte Photopolymere auf den Markt zu bringen, erfand Photocentric 2005 jene innovative 3D Druck-Technologie. Es sollte dann allerdings noch bis 2014 dauern, ehe das Unternehmen seinen ersten LCD-Prototyp entwickeln konnte. Inzwischen hat Photocentric bereits 7, mit dem Daylight Polymer Printing arbeitende 3D Drucker auf den Markt gebracht. Weitere sind in Vorbereitung.

Anwendungsgebiete

Als typische Adressaten dieses additiven Verfahrens nennt Photocentric-Geschäftsführer Paul Holt:

  • Zahntechniker, die einen hochleistungsfähigen, präzisen 3D Drucker für Patienten-spezifische Modelle benötigen.
  • Hersteller, Ingenieure und Erfinder mit dem Wunsch, ihre jeweiligen Designkonzepte in greifbare Prototypen oder direkt in funktionale Endanwendungen zu verwandeln.

Photocentric selbst fertigte für die formnext 2018 mittels Daylight Photopolymer Printing ein lebensgroßes Modell eines Motorrads.

Fazit zum Daylight Polymer Printing (DPP)

Immer neue Technologien und Materialien erweitern den Spielraum für den 3D Druck enorm. Die Möglichkeiten für viele additive Fertigungsverfahren sowie Einsatzgebiete sind noch lange nicht ausgeschöpft. Wir dürfen gespannt sein, welche Technologie oder welches neue Material als nächstes auf dem 3D Druck Markt erscheint. 

 

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