3D Druck im Schiffbau - Neues trifft auf ein traditionsreiches Gewerbe

Zu den traditionellen Industriezweigen, die man im Zusammenhang mit additiver Fertigung bislang weniger auf dem Schirm hatte, gehört zweifellos der Schiffbau. Umso mehr erscheint es uns an der Zeit zu sein, diese Lücke zu füllen.

Der Schiffbau - Theorie und Praxis

Zunächst einmal müssen wir uns vor Augen führen, dass der Themenkomplex Schiffbau sowohl die Seite der Ingenieurwissenschaft als auch jenen Industriezweig selbst repräsentiert, welcher Schiffe fertigt und repariert. Der erste Bereich bildet also quasi die wissenschaftlich-theoretische Basis ab, während der zweite Bereich für die praktische Umsetzung steht.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für 3D Druck

In allen Bereichen des Schiffbaus kann der Einsatz von 3D Druckern Aufgaben erleichtern, Prozesse verkürzen und Kosten einsparen. Dies gilt für die wissenschaftliche Seite ebenso wie für die Fertigung selbst.

Zu den Vorzügen additiver Fertigung zählt dabei der geringere Verschleiss ebenso wie die Möglichkeit zum schnelleren Prototyping.

Designfreiheit und Zeitersparnis

Noch wesentlicher erscheint in diesem Zusammenhang allerdings die im 3D Druck mögliche Designfreiheit. Schließlich besteht ein Schiff in seiner vollen Grösse aus vielen komplizierten Formstücken, weshalb es sich als eine komplexe geometrische Form erweist. Da viele dieser Werkstücke massstabsgetreu hergestellt werden müssen, bedeutete die traditionelle Fertigung von Prototypen aus Plastik und Holz einen sehr arbeitsintensiven und anspruchsvollen Vorgang. Dieser kann sich mitunter sehr zeit- und kostenintensiv darstellen.

Genau dies änderte sich mit der Einführung von 3D Druck, mit dessen Hilfe sich derartige Prototypen und sogar funktionstüchtige Ersatzteile nun innerhalb eines Tages herstellen lassen. Schiffbauer erhalten also endlich die Möglichkeit, massgeschneiderte Prototypen-Bauteile mit einer zuvor ungeahnten Kosten- und Zeitersparnis anzufertigen.

Propellergondeln aus dem 3D Drucker

Als ein besonders eindrucksvolles Beispiel hierfür sei die Herstellung von Gehäusen für Propellergondeln genannt. Diese sind grundsätzlich sehr schwierig zu fertigen und zu montieren. Durch die Möglichkeit, verschiedene Bauteile auf einem 3D Drucker zu drucken, gestaltet sich die Montage der Propellergondeln inzwischen deutlich einfacher.

Flexiblerer Umgang mit Kundenanfragen

Ein weiterer wichtiger Vorteil des Einsatzes von 3D Druck im Schiffbau besteht darin, dass die aussergewöhnlich kurze Herstellungszeit in Kombination mit einem geringen Montageaufwand im Umgang mit Kundenanfragen eine bisher ungekannte Flexibilität ermöglicht.

Fazit

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Einsatz additiver Fertigung im Schiffbau eine Reduzierung der Herstellungszeit um bis zu 70% und eine Kostendämmung von rund 30% mit sich bringt.

 

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