3D Druck im Maschinenbau

Zu den Schlüsselindustrien im 3D Druck gehört der Maschinenbau wie kaum ein anderes Gewerbe. Dabei gilt diese Branche gemeinhin als sehr konservativ und somit zurückhaltend gegenüber Innovationen. Dieser Eindruck täuscht jedoch, wie gerade die zunehmende Verbreitung von 3D Druck Technologien in diesem Industriezweig zeigt. Anlass genug für uns, eine kleine Bilanz zum Einsatz von 3D Druck im Maschinenbau zu ziehen.

Fast die Hälfte setzt auf 3D Druck

Einer Umfrage der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing aus dem Jahr 2018 zu Folge setzt fast die Hälfte der Unternehmen im Maschinenbau-Gewerbe auf 3D Druck. Davon wiederum setzt die Hälfte ausschliesslich auf Kunststoff 3D Druck, ein Viertel ausschliesslich den Metall 3D Druck. Der Rest nutzt beide Technologien. Bislang kommt dem Prototyping dabei noch die grösste Bedeutung zu. 50% der Firmen nannten es in jener Studie als Einsatzzweck im 3D Druck. Die andere Hälfte der befragten Unternehmen nutzt den 3D Druck jedoch bereits für Serien und die Fertigung von Werkzeugen oder Ersatzteile.

Kunststoff 3D Druck als Einstieg in die additive Fertigung

Eine eigene 3D Druck-Fertigung im Kunststoff-Bereich dient Unternehmen dabei häufig als Einstieg ins Thema. Das Angebot leistungsfähiger 3D Druck Dienstleister wird in einem nächsten Schritt dagegen gerne genutzt, um erste Serienteile additiv zu fertigen.

Im Metall 3D Druck verläuft die Entwicklung dagegen meist umgekehrt: Unternehmen machen erst einige Versuche mit Drittanbietern, bevor sie sich unter Umständen dazu entschliessen, eine eigene Fertigung zu starten. Dies hängt damit zusammen, dass die additive Fertigung von Metall, verglichen mit der additiven Fertigung aus Kunststoff, mit weitaus höheren Investitionskosten verbunden ist.

3D Druck als fester Bestandteil moderner Fertigung

“Additive Manufacturing entwickelt sich zu einem festen Bestandteil moderner Fertigungstechnologien. Die Entwicklung zu produktiveren und prozesssicheren Produktionssystemen und das wachsende Materialangebot beschleunigen diesen Trend,“ gibt sich Christoph Hauck, der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing und Geschäftsführer des Unternehmens toolcraft zuversichtlich.

Use Case: 3D Druck bei Siemens

Branchenriese Siemens konnte Anfang 2017 einen Durchbruch in der Nutzung additiver Fertigung vermelden. Ein internationales Team von Siemens-Ingenieuren absolvierten seinerzeit den ersten erfolgreichen Test von vollständig im 3D Druck gefertigten Gasturbinenschaufeln, und zwar unter Volllast in einer Gasturbine. Die so geschaffene Konstruktion gilt seither als Sensation im Maschinenbau. Sie brachte Siemens 2017 den 3D-Printing-Industry-Award der Online-Plattform 3Dprintingindustry in der Kategorie „3D-Druck-Anwendung des Jahres“ ein.

Dazu Willi Meixner, CEO der Siemens Power and Gas Division: "Dies ist ein bahnbrechender Erfolg für den Einsatz von Additive Manufacturing im Bereich der Stromerzeugung, einem der anspruchsvollsten Anwendungsfelder für diese Technologie.“

 

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