3D Druck im Industrie-Design

Materialien und spannende Formen sind im Industrie- und Produktdesign wichtige Elemente für ein erfolgreiches Produktdesign. Der 3D Druck eröffnet Ihnen dabei neue Möglichkeiten, was die Konstruktion von Apparatebauteilen, Verpackungen und weiteren Designelementen eröffnet.

Eine der grössten Vorteile des 3D Drucks liegt in der Designfreiheit, also in der Möglichkeit, auch freie Formen umzusetzen, die so mit konventionellen Fertigungstechnologien gar nicht möglich wären. Genau dieser Umstand eröffnet nicht zuletzt auch den Entwicklern, Designern und Konstrukteuren im Industrie- und Produktdesign völlig neue Möglichkeiten.

3D Druck bietet nebst der Designfreiheit auch weitere Vorteile wie z.B. kostengünstige Massanfertigungen und Kleinserien

Vor einiger Zeit hatten wir an dieser Stelle über zwei spannende 3D Druck-Projekte im Bereich Fashion und Design berichtet, nämlich über die Arbeiten der beiden niederländischen Designerinnen Anouk Wipprecht und Iris van Harpen. An beiden Fällen konnten wir exemplarisch zeigen, welche Möglichkeiten die oben geschilderte Designfreiheit der additiven Technologien der Kreativität, gerade im Fashion-Bereich, ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Anouk Wipprecht setzte dabei auf die Bionik, also auf das Prinzip, von der Natur entwickelte Formen technisch nachzubauen (mehr dazu können Sie hier nachlesen).

Iris van Herpen nutzte die Designfreiheit der 3D Technologien ebenfalls für die Umsetzung Ihrer Design-Entwürfe. Zugleich setzte sie eine spezielle Art für Biometrik um, in dem sie die Gesichter ihrer Models einscannte, um daraus lebensechte Masken zu fertigen (mehr über diesen Use Case gibts hier nachzulesen).

Andere Designerinnen schätzen dagegen insbesondere einen weiteren Vorzug der 3D Druck-Technologien, nämlich die Möglichkeit, eine individualisierte Massanfertigung zu wirtschaftlich vertretbarem Aufwand anzubieten. So verfuhr etwa Alexa Chan, seinerzeit Masterandin am London College of Fashion, 2014 bei ihrem Projekt „ENKÉPHALOS”, dessen Prinzip darin bestand, jedes Kleid individuell zu designen. Eng verbunden damit ist auch die Option, Kleinserien kostengünstig zu fertigen, ein weiterer Vorzug des 3D Drucks.

Freiformoptik: Lampen aus dem 3D Drucker

Gehen wir von der Welt der Mode nun weiter zum Bereich der Inneneinrichtungen. Ins Auge fällt hier etwa ein innovatives Konzept, mit Hilfe von 3D Druck Technologien sowohl das Design als auch die Funktionalität von Leuchtmitteln zu verbessern. Freiformoptik heisst das entscheidende Stichwort in diesem Zusammenhang. Freiformen beschreiben dabei das Konzept, eine Grundstruktur zur Strahlablenkung bzw. zur Fokussierung auf das Target (=spezielle Linsenschicht). Mit einer einer Feinstruktur zur Intensitätsumverteilung erlaubt diese Bauweise eine nahezu beliebige Lichtverteilung. Auch hierzu liefert die 3D Druck-immanente Designfreiheit den entscheidenden Schlüssel.

Zum Einsatz bieten sich hier insbesondere PMMA-Kunststoffe an, welche in der 3D Druck Technologie des Furan Direct Binding (FDB) Verfahrens verarbeitet werden. Diese 3D Technologie ermöglicht einerseits grosse Bauräume, und damit grosse Modelle. Andererseits arbeitet dieses additive Verfahren deutlich schneller als zum Beispiel ein FDM 3D Drucker.

Zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten

Genau wegen der oben geschilderten Vorzüge – Designfreiheit und wirtschaftliche Einzelanfertigungen wie auch Kleinserien – bieten sich für die 3D Druck-Technologien noch zahlreiche weitere Einsatzfelder für Industrie- und Produktdesigns.

So ist es etwa problemlos denkbar, Sitzmöbel oder Tische künftig in grossem Stil in sehr filigranen Formen zu fertigen. Auch im Automobilbau dürfte der Einsatz filigraner oder auch individualisierter Designs dank 3D Druck in den kommenden Jahren noch erheblich zunehmen. 

Insbesondere auch beim Maschinen- und Apparatebau bietet 3D Druck eine gute alternative zu herkömmlichen Fertigungsverfahren und lohnt sich insbesondere, wenn Sie ein anspruchsvolles Design oder komplexe geometrische Formen für Ihre Bauteile haben.

 

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