3D Druck für Profis und Amateure: Das sind die 7 grossen Unterschiede

Viele Menschen sind von 3D Printing begeistert. Doch genau so viele sind mit der neuen Technologie noch etwas skeptisch. Grund dafür ist oftmals auch, dass unsere Medien mehrheitlich über den 3D Druck im Verbrauchermarkt oder der Forschung berichten. Während das Erste nur selten bahnbrechende Ergebnisse vorzuzeigen hat, wird in der Forschung oft Unvorstellbares erreicht. Dabei vergisst man oft den spannenden und nicht zu unterschätzenden Einsatzbereich in der Industrie. Deswegen möchten wir Ihnen in diesem Artikel eine Übersicht über die wichtigsten Unterschiede in der 3D Druck Branche für den Privatgebrauch sowie auch für die Industrie geben. Keine Zukunftsmusik, sondern der aktuelle Stand heute.

Trendthema 3D Druck dank Home Printing

Vor rund 5 Jahren kam in die 3D Druck Industrie einiges an Bewegung. Was war passiert? Die ersten (bezahlbaren) 3D Drucker für ein jedes Zuhause kamen auf den Markt.

Anbieter wie MakerBot und Stratasys erlebten einen Boost. Einige Experten gingen davon aus, dass bald fast jeder Haushalt über einen eigenen 3D Drucker verfügen würde. Heute wissen wir, dass das wohl nie passieren wird. Zu gross war die Ernüchterung bei Nutzern von 3D Home-Printern. Denn die Möglichkeit dieser eher kleinen, aber kostspieligen Maschinen sind einfach nicht so gross. Klar, Sie können kleine Spezialteile für Ihren Haushalt oder Ihr Hobby selber drucken - grössere Modelle oder Teile, welche hohe Anforderungen ans Material haben sind selten möglich.

Möglichkeiten im Home Printing sind nicht so vielseitig und innovativ, wie im professionellen 3D Druck

Diese Ernüchterung könnte dazu führen, dass Sie die 3D Druck Technologie nicht mehr als zukunftsträchtig wahrnehmen. Wie bereits in unserem Artikel zum 3D Hype beschrieben, gehen wir von Jellypipe davon aus, dass bald neuer Schwung in die 3D Industrie kommt. Hauptgrund dafür sind die innovativen und oftmals auch sehr profitablen Einsatzbereiche des professionellen 3D Drucks im Geschäftsalltag. Sei es für eine schnelle Fertigung von Prototypen oder der Produktion eines komplexen Objekt - der professionelle 3D Druck bietet Ihnen in diversen Branchen viele Chancen und Möglichkeiten.

Die 7 Hauptunterschiede von 3D Home Printing und 3D Professional Printing

1. Verwendete Materialien

Beim professionellen 3D Druck kann auf diverse Materialien zurückgegriffen werden. So arbeiten unsere Reseller mit diversen Druckverfahren wie z.B. SLA, FDM, LS oder Polyjet welche nicht nur auf Polymere, sprich plastikartige Baustoffe zurückgreifen, sondern auf diverse spezielle Kunststoffe (z.B. Photopolymer, ABS, PLA, DuraForm), Metalle, Gips- oder Sandmischungen. Des weiteren haben Sie beim professionellen 3D Druck die Möglichkeit, Ihre Druckobjekte z.B. mit Legierungen zu veredeln und zu verfeinern

2. Möglichkeiten an Form und Funktionalität des 3D Druck Modells

Wir lieben 3D Druck, weil die Möglichkeiten fast unendlich sind. Leider müssen wir eingestehen, dass diese Aussage nicht für den Heimdruck gilt. Umso mehr aber für das professionelle 3D Printing. Denn durch die vielen Studien in diversen Forschungsgebieten werden die Grenzen des 3D Drucks immer wieder aufs neue geprüft und ausgeweitet. Bestimmt haben Sie auch schon Berichte über bahnbrechende Studien zum Einsatz von 3D Druck in der Medizin, im Bau, in der Nahrungsmittelindustrie oder der Präzisionstechnologie gehört. Von gedruckten Herzen, Häusern, Hamburgern oder Bauteilen für den Marsroboter.

3. Produzierbare Stückzahl

Zuhause können Sie mit einem Drucker auf die Schnelle nicht Vieles drucken. Für ein Druckteil von 10cm3 benötigen Sie oft mehrere Stunden. Somit können Sie privat nur eine kleine Menge von Teilen drucken - während professionelle 3D Drucker an einem Tag ganze Kleinserien fertigen können.

4. Masse der Maschinen und Druckteile

Der wohl augenscheinlichste Unterschied an den Druckteilen selbst sind die möglichen Dimensionen. Während die meisten 3D Drucker für den privaten Gebrauch nur ein Volumen von ca. 20 x 20 x 20 cm ermöglichen, können im professionellen 3D Druck Objekte bis zu einem Meter Länge gedruckt werden.

5. Benötigtes Design Wissen

Einer der Hauptgründe, warum sich das Home 3D Printing nicht wirklich am Markt etabliert hat ist, dass man zum 3D Druck Basiskenntnisse zum Design haben muss, um überhaupt drucken zu können. Gerade deswegen bevorzugen auch viele Privatpersonen einen Auftrag an den passenden Partner zu übergeben, der Sie auch beim erstellen des 3D Designs unterstützt. Die meisten Anbieter von 3D Druckern, bieten auch gleich eine eigene Design Software an. Dabei sind die Softwares von Home 3D Printern wie z.B. MakerBot 4.1 oder GrabCAD  einfacher aufgebaut, als die Softwares von professionellen Druckern oder klassischen CAD-Programmen. Oftmals bieten professionelle 3D Druck-Anbieter ihren Kunden auch die Möglichkeit, bestehende Objekte mit einem 3D Scanner einzulesen und mit dem Drucker zu produzieren.

6. 3D Drucker Netzwerk

Auch wenn der Home Printing Markt für 3D Drucker nicht richtig zum Fliegen gekommen ist, verfügt diese Sparte über ein grösseres Netzwerk als der professionelle 3D Druck. Hobbynutzer von 3D Druck tauschen sich oft in Foren aus. Zudem bestehen viele Online-Bibliotheken mit 3D Druckfiles, welche meist kostenlos verwendet werden können. Die professionellen Anbieter und Produzenten von 3D Druck Technologien orientieren sich an ihrer angestammten Branche, was dazu führt, dass der Austausch unter 3D Resellern und Print Factories meist nicht so intensiv ist, wie bei Nutzern von 3D Home Printern. Wir von Jellypipe haben es uns deshalb zum Ziel gesetzt, 3D Druckereien, Zwischenhändler und Kunden zu vernetzen und so den professionellen 3D Druck voranzutreiben.

7. Investitionssummen

3D Home Printing Maschinen wurden in den letzten 5 Jahren für begeisterte Design- und Technologie- und Innovationsliebhaber erschwinglich. Hochwertigere Desktop-Modelle für den privaten Gebrauch kosten ca. CHF 2’000.-, während kostengünstige und kleinere Modelle bereits ab CHF 200.- erstanden werden können. Professionelle 3D Druck Maschinen mit den oben beschriebenen Vorteilen kosten dementsprechend auch mehr. Meist bewegt sich die Investition für einen neuen 3D Drucker im Bereich von CHF 50’000.- und CHF 200’000.-.

Zusammenfassung der Unterschiede von 3D Druckern für Professionelle und Hobby-Printer

Diese sieben Gründe zeigen auf, dass man die Desktop 3D Drucker für den Heimgebrauch nicht mit professionellen 3D Druckern gleichsetzen kann. Bereits heute können hochkomplexe Objekte zum Teil schneller und besser mit 3D Druckverfahren gefertigt werden, als mit herkömmlichen Fertigungsmethoden wie z.B. Zerspanen, Schleifen oder Sägen. Hier können Sie sich ein Bild von den Vorteilen und Chancen des professionellen 3D Drucks machen.

Was ist die richtige Lösung für Sie?

Wenn Sie persönlich von 3D Printing begeistert sind, kann ein Desktop Modell wie den MakerBot Replicator+ bestimmt eine gute Option für Sie sein.

Falls Sie aber keine Kenntnisse in Design Softwares und ein spezifisches Problem haben, könnte eine Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Reseller die passende Lösung sein. Viele unserer Partner bieten auch 3D Scanning oder Unterstützung beim Design und der Konstruktion. Dies zu attraktiven Preisen.

Wenn Sie selbst ins 3D Business einsteigen wollen und eine grössere Investition in Erwägung ziehen, empfehlen wir Ihnen zur Lektüre und als Entscheidungshilfe unser 3D Druck Manifesto. Erfahren Sie, wie Sie Ihr 3D Business aufbauen können - und bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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